Dienstag, 17. Januar 2017

Hawai'i - Big Island

Das erste verlängerte Wochenende (Martin Luther King - Feiertag / 13. -16. Januar 2017)) haben wir genutzt und unsere Reise nach Big Island gebucht. Big Island ist die grösste der hawaiianischen Inseln und rund 50 Flugminuten von Oahu entfernt. Bereits beim Anflug hat uns die Insel sehr grün und in blühender Vegetation begrüsst. Samtliche nachstehende Bilder werden zeigen, wie grün die Insel und wie sonnig das Wetter das ganze Wochenende über war.




Wir sind nach Hilo (Osten) geflogen und die Flughafenlobby (was ist das?) war sehr überschaubar :-) Damit wir die Insel gut erkunden können, haben wir uns ein Mietauto gebucht und wir haben am ersten Abend eine gute Schulfreundin von mir und Freund auf eine oder zwei Runden Bier getroffen. Nach der ersten Runde wurden wir mit einer beglichenen Rechnung eines Tischnachbarns (ein uns völlig unbekannter Mann!) überrascht. Neugierig haben wir unsere Erfahrungen auf den hawaiianischen Inseln ausgetauscht. 
Wir haben die erste Nacht im Hilo Bay Hostel verbracht. Die Nacht im Male-/Female-Dorm war trotz aller Müdigkeit etwas ungemütlich und der Schlaf zu kurz.


Kilauea Volcanoes National Park
Voller Tatendrang haben wir uns entschlossen am ersten Tag (Samstag) den Kilauea-Vulkan anzuschauen. Dabei erinnerten die bizzaren Formen im Vulcanoes National Park an ein verlassenes Schlachtfeld aus Herr der Ringe. Der dunkle Boden mit den rauchenden Schwaden wirkte düster und gleichzeitig geheimnisvoll. Wie wir festgestellt haben, ist es nicht ganz einfach sich in einer alles gleich ausschauenden Wüste zu orientieren.... ;-) Auch ohne eine Bewegung knirschte der Boden kontinuierlich - ein sehr spezielles Gefühl! Hie und da waren auch vereinzelte Dampfschwaden auszumachen. Meist waren es Löcher im Boden, aus welchen warmer Dampf entwich. Die Landschaft ist sehr weitläufig und deshalb sehr beeindruckend, teilweise auch beängstigend schwarz.



Auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ausflugsziel, dem fliessenden Lava wurden wir über den Weg informiert. Es wurde empfohlen mind. 3 Liter Wasser pro Person mitzunehmen, sowie auch eine Zwischenverpflegung. Als Kleidung werden lange Hosen und gute Trekkingschuhe empfohlen, sowie ein Stofftuch, um das Gesicht vor den Dämpfen zu schützen. Mit einem wassergefüllten Rucksack und sehr kurzärmlig zogen wir los. "Gebirgserfahrene Schweizer" wissen ja schliesslich wie man wandert :-) Aber auch wir wurden eines besseren belehrt! Zeitweise war der eigene schweissige Atem besonders gut riechend im Vergleich mit den Schwefelausstössen des Vulkanes. Der Geruch lässt sich kaum beschreiben....


Die Wanderung zum brodelnden Riesen war total 16 Kilometer weit und dauerte rund 2 Stunden (pro Weg). Die letzte Stunde war ein Auf und Ab über erkaltete Lava - der Muskelkater am Folgetag liess grüssen. Den Blick auf fliessendes Lava liess jedoch sämtliche Anstrengungen vergessen! Während der Wanderung sind wir über die "unterirdisch" fliessenden Lavaströme und somit auf erkaltetem Lava gewandert. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis, welches sich nicht in Worten beschreiben lässt.

(Video auf Anfrage erhältlich :-) )

Das Fazit des Besuches: Unbedingt genügend Zeit einrechnen, reichlich Proviant einpacken und lokale Anweisungen befolgen :-) ABER: ein absolut empfehlenswerter Besuch! 
Nebst heftigem Sonnenbrand, haben die beiden Jungs auch einen Sonnenstich erlitten. Dabei trügt der bewölkte Himmel und durch die Wärmestrahlung des Bodens waren die 3 Liter Wasser / Person innert Kürze verbraucht. Der Körper war nach dieser Wanderung sehr erschöpft.

Black Sand Beach
Auf der Weiterreise haben wir einen kurzen Stopp am Black Sand Beach gemacht. Wow, die ersten Turtles! Der Sand war sehr weich und deshalb absolut berechtigt, weshalb die Tiere sehr gemütlich im Sand ihre Ruhe genossen. Der Kontrast zwischen dem schwarzen Sand und den weissen Wogen des Meeres erinnerte an Schwarz/Weiss-Aufnahmen.





Da wir nur für die erste Nacht ein Hostel gebucht hatten, mussten wir uns anschliessend auf die Suche nach einem weiteren Hostel / Hotel machen. Die zweite Übernachtungsmöglichkeit gestaltete sich etwas aufwändiger. Dabei haben uns einige Faktoren die Suche erschwert:
1. Hauptsaison für Touristen
2. Surfwettkampf in der Region
3. Verlängertes Wochenende (auch viele Einheimische waren unterwegs)
4. Kurzfristige Buchung

Mit jedem weiteren Anruf und der Antwort: "Sorry, we'are fully booked" schwand die Hoffnung auf ein weiches Bett und eine heisse Dusche. Schlussendlich fanden wir im Pineapple Park Hostel in Kealakekua eine Übernachtungsmöglichkeit. Unser Zweibettzimmer war im Vergleich zum Vorabend Luxus! Nach diesem anstrengenden Tag sind wir innert kürzester Zeit eingeschlafen.



Puuhonua O Honaunau
Am Sonntag war unser Programm aufgrund von Sonnenbränden und Muskelkater etwas gemässigter und wir haben ein ehemaliges "Flüchtlingsdorf" für straftätige Ureinwohner besucht. Wobei diese Strafe wohl eher dem Paradies gleicht :-) Die Bucht hat wunderschöne Sandstrände und mit Palmen gesäumt.







Mauna Kea Observatory
Am Nachmittag sind wir nach Waimea weitergereist. Das kleine Dorf liegt nördlich der Vulkane und ist etwa 40 Meilen von Kailua - Kona entfernt. Das charmante Kamuela Inn hat uns an diesem sonnigen Nachmittag beherbergt, bevor wir Abends in Richtung Mauna Kea losgefahren sind.

Der schlafende Vulkan ist rund 4'200 m hoch und hat in den Wintermonaten Schnee. Oberhalb des Mauna Kea befinden sich zwei Sternwarten. Wir haben die Maunakea Visitor Information Station besucht, welche auf 2'800 m Höhe liegt. Mit unserem Hyundai war es zu gefährlich die restlichen 1'400 Höhenmeter zu meistern. Wir haben deshalb die Sterne und die Galaxiennebel von dieser Station aus beobachtet. Eingewickelt in sämtliche verfügbare Kleidungsschichten, trotzten wir dem kalten Wetter bei 7 Grad und kaltem Wind. Ja auch wir haben gefroren! ;-)


Doch die Sterne waren zum Greifen nah! Mithilfe von Teleskopen war auch die Andromeda-Galaxie ersichtlich. Ich hätte stundenlang gen Himmel schauen können!! Leider war es nicht möglich mit dem Iphone die Sterne zu fotografieren, da die Kamera die Sterne nicht erfassen konnte. Das Bild oben ist deshalb nicht selbst gemacht, zeigt aber einen Eindruck, welches Bild sich uns geboten hat. Ein Ereignis, welches ich unbedingt wiederholen muss....


Kahuna & Akaka Falls
Der Montag und somit Abreisetag haben wir im Dschungel verbracht und uns zwei Wasserfälle angeschaut. Die nachstehenden Bilder vermitteln einen guten Eindruck der sehr grünen und naturbelassenen Insel. Der Akaka Waterfall ist mit 134 Metern grösser als der kleinere Kahuna Wasserfall (30 Meter).



 


Kaumana Caves State Park
Zu guter Letzt haben wir uns noch die Kaumana Caves angeschaut. Die Höhle ist Teil eines 25 Milen langen Lavatunnels und rund 100 Meter gut begehbar.





Um die erlebten Eindrücke zu verarbeiten, sind wir vor dem Abflug an den Strand. Wir haben am Carlsmith Beach Park in der Nähe des Flughafens die restlichen Stunden ausklingen lassen.


Mahalo Big Island!

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